{"id":3334,"date":"2022-05-11T22:00:49","date_gmt":"2022-05-11T20:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/bw-pictures.ch\/content\/?p=3334"},"modified":"2022-05-20T11:44:50","modified_gmt":"2022-05-20T09:44:50","slug":"calau-die-letzte-station","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bw-pictures.ch\/content\/2022\/05\/11\/calau-die-letzte-station\/","title":{"rendered":"Calau &#8212; die letzte Station"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"930\" height=\"610\" src=\"https:\/\/bw-pictures.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Baumhaus-Calau.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3338\" srcset=\"https:\/\/bw-pictures.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Baumhaus-Calau.png 930w, https:\/\/bw-pictures.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Baumhaus-Calau-300x197.png 300w, https:\/\/bw-pictures.ch\/content\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Baumhaus-Calau-768x504.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Wir wohnen zugegeben nobler!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute Mittwoch die Fahrt zu unserem n\u00e4chsten und damit letzten Aufenthaltsort dieser Reise. Wir fahren nach Calau in Neubrandenburg. Wir wohnen wieder einiges einfacher als in Radebeul. F\u00fcr Antonia besuchen wir unterwegs noch das <em>Schloss Moritzburg<\/em>. Es liegt in der gleichnamigen Gemeinde Moritzburg nahe Dresden. Das auf ein Jagdhaus des 16. Jahrhunderts zur\u00fcckgehende Jagdschloss erhielt seine heutige Gestalt im 18. Jahrhundert unter August dem Starken. Sehenswert ist der Monstr\u00f6sensaal. Dort befinden sich neunundreissig krankhaft ver\u00e4nderte Geweihe, darunter auch der ber\u00fchmte 66-Ender, der 1696 von Friedrich III. Markgraf von Brandenburg erlegt worden war. W\u00e4hrend die auf holzgeschnitzten Tierk\u00f6pfen montierten Troph\u00e4en im Speise- und Steinsaal im Vordergrund stehen, erg\u00e4nzen sie im Monstr\u00f6sensaal die hier vorherrschenden Ledertapeten mit deren Darstellungen aus der antiken Mythologie. Antonia zieht es zu diesem Schloss, weil dort 1972 ihr geliebter M\u00e4rchenfilm <em>Drei Haseln\u00fcsse f\u00fcr Aschenbr\u00f6del<\/em> gedreht wurde. Anschliessend fahren wir auf kleinen Str\u00e4sschen \u00fcber Land und essen in einer B\u00e4ckerei in einem kleinen Dorf einen Kuchen zum Mittagessen. Der Dialekt den die Verk\u00e4uferin, aber auch die Kunden sprechen ist h\u00f6renswert.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spaziergang in Calau<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Wanderung kann man unsere heutige Unternehmung nicht bezeichnen. Wir besichtigen Calau und gleichzeitig machen wir einen Einkauf f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage.  Calau ist ein nettes kleines Stassendorf. Eigentlich ist es in sorbischem Gebiet aber der sorbische Anteil, die Personen die sich als Sorben bezeichnen, hat massiv abgenommen. In einem netten Caf\u00e9 trinken Antonia und ich einen Mittagskaffee mit einem St\u00fcck Kuchen als Belohnung. Anschliessend setzte ich mich in den riesigen Garten und geniesse die Ruhe. Der Hund der Besitzer besucht mich und drei H\u00fchner begucken mich aus ein paar Metern Abstand. So ganz lassen sie sich nicht auf mich ein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Seerundgang muss sein<\/h2>\n\n\n\n<p>Heute Freitag ein Ausflug nach Altd\u00f6bern. Wir gucken uns zuerst das St\u00e4dtchen an. Antonia will unbedingt einen See umwandern. Deshalb gehen wir das an. Aber so richtig kommen wir an den See nicht heran und wir k\u00f6nnen den Weg auf dem wir laufen nicht verlassen, denn das Gebiet ist ehemaliges Braunkohle Tagabbaugebiet und wird renaturiert. \u00dcberall sind Schilder mit der Aufschrift <em>Wege nicht verlassen, Achtung Lebensgefahr<\/em>. Das macht nicht gerade mutig. Nach einer halben Stunde brechen wir die Wanderung ab und gehen zum Schloss des St\u00e4dtchens. Das Schloss hat einen riesigen Park und wir staunen, einen eigenen See. Den umwandern wir. Und wir wandern beinahe eine Stunde. Ein riesiger Park, den dieser Schlossherr sich leistete.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend gegen zweiundzwanzig Uhr geht es mir ziemlich schlecht. Sch\u00fcttelfrost und Kopfweh. Ich denke an Corona, Antonia an einen Sonnenstich. Wir einigen uns auf RAM Overflow von den vielen Eindr\u00fccken. Ich bin auf die n\u00e4chsten Tage gespannt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Wochenende<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Samstag erhole ich mich trotz des Festes relativ gut. Ich bin inzwischen \u00fcberzeugt, es war nicht der Virus, sondern tats\u00e4chlich eher eine \u00dcberladung mit Eindr\u00fccken. Am Sonntag f\u00fchle ich mich wieder ziemlich fit. Und wir bekommen Besuch aus Berlin. Eine liebe Bekannte, aus meiner Zeit als ich noch Werkt\u00e4tiger war besucht uns zusammen mit ihrem Partner. Und wir haben einen wunderbaren Tag zusammen. So lange habe ich die Beiden nicht mehr gesehen. Gut, dass man wieder Reisen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Noch ein Schloss mit Park<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir fahren nach Bad Muskau mit dem Schloss und dem ber\u00fchmten Landschaftspark von <em>Hermann von P\u00fcckler-Muskau<\/em>. Der Park ist riesig und liegt heute auf deutschem und polnischem Gebiet. Man kann einfach so \u00fcber die Grenze wandeln. Wir nehmen im Schlossrestaurant ein kleines Mittagessen ein, und dann wandern wir beinahe zwei Stunden durch diese riesige Anlage. <\/p>\n\n\n\n<p>P\u00fcckler-Muskau begann sich auf einer Englandreise f\u00fcr Gartenbau zu interessieren und hat riesige Summen in seine Gartenprojekte investiert. Daneben hat er weite und f\u00fcr seine Zeit sehr mutige Reisen gemacht. Er reiste bis nach Khartum im Sudan. Sein literarischer Ruhm unter den Zeitgenossen gr\u00fcndet sich auf die anonym herausgegebenen <em>Briefe eines Verstorbenen<\/em>. Dabei handelte es sich urspr\u00fcnglich um Briefe an seine Frau, und es war ihre Idee, die Briefe in gedruckter Form zu ver\u00f6ffentlichen. Sie wurden in kurzer Zeit in Deutschland, England und Frankreich zu Bestsellern und brachten ihm Geld ein. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zum Abschluss: Spreewald pur!<\/h2>\n\n\n\n<p>Heute ein kleiner Abschlussausflug. Wir fahren die relativ kurze Strecke nach L\u00fcbbenau, parken das Auto dort, und wandern ein paar Kilometer durch den Spreewald nach Lehde. Unser Vermieter hat uns diesen Spaziergang empfohlen. Der Abstecher lohnt sich wirklich. Wir sehen den Spreewald so, wie wir ihn in einem Film gesehen haben: traumhaft sch\u00f6n. Und wir sind relativ fr\u00fch im Jahr, die gef\u00fcrchtete M\u00fcckenplage ist praktisch noch nicht vorhanden. In Lehde geniessen wir dann ein kleines Mittagessen. Auf dem R\u00fcckweg wandern wir an gr\u00f6sseren Flussarmen vorbei und sehen auch einige der Schiffe, mit den die Touristen herumgeschifft werden. Es reizt Antonia und mich nicht, diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, wir sind gerne zu Fuss unterwegs. Den Rest des Tages ruhen wir uns aus, denn Morgen ist die lange Fahrt nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Schlussrunde &#8212; nach Hause<\/h2>\n\n\n\n<p>Heute Mittwoch fahren Antonia und ich nach Hause. Ein Bisschen mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Die Fahrt ist in etwa 750 Kilometer und wir beschliessen, sie wenn m\u00f6glich an einem Tag zu machen. Wir machen zwei k\u00fcrzere Pausen und, ja wir schaffen es. Antonia \u00fcbertrifft sich mal wieder. Aber sie hat zugegeben Stalldrang, es zieht sie nach Hause. Jetzt m\u00fcssen wir die vielen Eindr\u00fccke sich setzen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p> Besuchen Sie das Fotoarchiv dieser Website. Dort muss man sich aber registrieren und wird von mir freigeschaltet. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Mittwoch die Fahrt zu unserem n\u00e4chsten und damit letzten Aufenthaltsort dieser Reise. Wir fahren nach Calau in Neubrandenburg. Wir wohnen wieder einiges einfacher als in Radebeul. F\u00fcr Antonia besuchen wir unterwegs noch das Schloss Moritzburg. Es liegt in der gleichnamigen Gemeinde Moritzburg nahe Dresden. Das auf ein Jagdhaus des 16. 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